Über uns

Hast Du interesse an unserem Hobby? Schreib einfach eine Mail an Werner Stahl: werner.seitenwagen@gmail.com

… umgangssprachlich könnte man uns einen Trial-Verein nennen. Nur haben wir überhaupt keinen Vereinsstatus – rein rechtlich gesehen. Wir sind einfach nur Trialfahrer, die sich Beiwagen selbst gebaut haben für ihre Gasgas TXT Raga 300, Beta Evo 300, Montesa Cota 4RT, um nur mal unsere hauptsächlichen Modelle zu nennen, mit denen wir nach DMV-Richtlinien gelegentlich in Trial-Wettbewerben um die Wette fahren …

Magazin-Beitrag über unseren verrückten Motorsport im Trail Magazine des Trialsport Verlags
Das Feature über unseren verrückten Motorsport im Trial Magazine des Trialsport Verlags

Das würde Wikipedia über unseren Sport sagen

Seitenwagentrial, auch bekannt als Sidecar Trial oder Gespanntrial, ist eine beliebte Form des Motorradwettbewerbs, die in Deutschland stark an Bedeutung gewonnen hat. Diese Motorsport-Disziplin kombiniert die sportlichen Herausforderungen des Offroad-, beziehungsweise Parcour-Trial mit der zusätzlichen Schwierigkeit eines Beifahrer-Seitenwagens.

Dieser Motorsport ist geeignet für alle Altersklassen und jedes Level an fahrerischem Können und testet die Teamfähigkeiten von Fahrer und Beifahrer bei der Bewältigung von tückischem Terrain. Seitenwagentrial gilt als besonders risikoloser Motorradsport und wird in Frankreich, Spanien und Großbritannien oft auch mit Kindern, Jugendlichen und körperlich und geistig beeinträchtigten Menschen ausgeübt.

Die Ursprünge des Seitenwagentrials lassen sich bis ins frühe 20. Jahrhundert zurückverfolgen, als Motorrad-Gespanne zunächst für praktische Zwecke, wie den Transport von Gütern und Personen, eingesetzt wurden. Im Laufe der Zeit erkannten die Fahrer das Potenzial von Seitenwagen-Enduros für Wettkämpfe, was auch zur Entwicklung von Seitenwagentrial als eigenständige Sportart führte.

In Deutschland hat Seitenwagentrial eine treue Fangemeinde in zahlreichen Clubs und Veranstaltungen im ganzen Land. Fahrer und Beifahrer, die so genannten Trial-Teams, treten gegeneinander an und stellen ihre Geschicklichkeit, ihr Gleichgewicht und ihre Teamarbeit unter Beweis, während sie durch anspruchsvolle (oder auch weniger anspruchsvolle) Strecken manövrieren, die durch natürliche Hindernisse wie Felsen, Baumstämme und steile Abhänge führen.

Die Regeln für das Seitenwagentrial in Deutschland werden von DMV und ADAC (Allgemeiner Deutscher Automobil-Club) festgelegt. Die Wettbewerbe bestehen in der Regel aus mehreren Abschnitten oder „beobachteten Prüfungen“, bei denen jedes Prüfungsteam versucht, die Strecke mit den wenigsten Strafpunkten zu absolvieren. Strafpunkte gibt es für Fehler wie das Berühren des Bodens mit Füßen oder Händen, das Nichterreichen eines Hindernisses oder das Abweichen von der Strecke.

Die Maschinen

Bei Trial-Wettbewerben mit Seitenwagen werden in der Regel verschiedene Motorräder verwendet, die jeweils ihre eigenen Stärken und Eigenschaften haben. Diese Sport-Motorräder sind für die Anbringung eines Seitenwagens und das zusätzliche Gewicht angepasst und bieten optimale Leistung im Gelände.

Es ist erwähnenswert, dass Fahrer und Teams ihre Motorräder, und besonders die Seitenwagen oft modifizieren und anpassen, um ihre Vorlieben zu erfüllen und die Leistung in bestimmten Geländebedingungen zu optimieren. Die Wahl des Motorrads hängt letztlich von den Fähigkeiten des Fahrers, seinen persönlichen Vorlieben und natürlich vom Geldbeutel ab.

In der aufregenden Welt des Seitenwagen-Trial-Sports haben sich mehrere renommierte Motorradmarken einen Namen gemacht und bieten Fahrern und Beifahrern zuverlässige und leistungsstarke Maschinen. Zu den bekanntesten Marken in diesem Bereich gehören Beta, Montesa und GasGas. Schauen wir uns die Motorräder dieser Hersteller an, die bei Seitenwagen-Trialern sehr beliebt sind.

Beta (Betamotor S.p.A.), eine italienische Marke mit einer starken Präsenz in der Trial-Szene, stellt vornehmlich Zweitakt-Trials her, die sich durch hervorragende technische Geländegängigkeit und Haltbarkeit auszeichnen. Ihre Modelle, wie zum Beispiel die Beta Evo 250, zeichnen sich durch Wendigkeit, geringes Gewicht und präzises Handling aus. Aufgrund dieser Eigenschaften eignen sich die Beta-Motorräder besonders gut für Trialfahrten mit Seitenwagen, bei denen Wendigkeit und Kontrolle für die Bewältigung anspruchsvoller Strecken unerlässlich sind.

Montesa aus Spanien (gehört seit den 80ern zu Honda), ein weiterer überaus bekannter Name in der Trial-Welt, bietet Motorräder an, die speziell für diesen anspruchsvollen Motorsport entwickelt wurden. Die Montesa Cota-Serie, zu der Modelle wie die Cota 4RT gehören, hat für ihre hervorragenden Leistungen bei Trial-Wettbewerben breite Anerkennung gefunden. Diese Motorräder verfügen über reaktionsschnelle Viertakt-Motoren und eine tadellose Balance, die es den Fahrern ermöglicht, Hindernisse mit Finesse und Selbstvertrauen im Trial zu bewältigen.

GasGas Motos S.A., eine spanische Marke mit langer Tradition im Trialbereich, hat ebenfalls eine starke Präsenz im Seitenwagen-Trialsport und wurde vor einigen Jahren von KTM übernommen. Die GasGas TXT-Reihe hat eine treue Fangemeinde unter Trial-Enthusiasten gewonnen. Diese Motorräder beeindrucken durch ihre Traktion, Stabilität und Kontrolle und sind damit ebenfalls eine gute Wahl für Fahrer und Beifahrer, die im Seitenwagen-Trial anspruchsvolle Strecken bezwingen wollen.

Alle drei Marken – Beta, Montesa und GasGas – legen bei ihren Motorrädern größten Wert auf Innovation, Leistung und Zuverlässigkeit. Sie entwickeln ihre Designs kontinuierlich weiter und integrieren modernste Technologien, um das Fahrerlebnis für Seitenwagen-Trial-Enthusiasten zu verbessern. Diese Marken arbeiten oft eng mit professionellen Fahrern zusammen, um Feedback zu sammeln und ihre Motorräder für die einzigartigen Anforderungen von Trial-Wettbewerben zu optimieren. Weitere, in Deutschland eher beim Solotrial anzutreffende Marken sind: Sherco, Vertigo, TRRS, Scorpa, Elektric Motion (EM E-Trial).

Trial-Seitenwagen

Die Gespanne in der deutschen Seitenwagen-Szene bestehen aus einer angepassten Solotrial-Maschine und einem selbstgebauten oder eigens konstruierten Seitenwagen.

Selbstgebaute Seitenwagen im Trialsport bringen einen einzigartigen Aspekt in die ohnehin schon aufregende Welt der Motorradtrials. Es gibt zwar im Handel erhältliche Seitenwagen, die speziell für den Trialsport entwickelt wurden, aber einige Fahrer und Enthusiasten nehmen die Herausforderung an, ihre eigenen Seitenwagen zu konstruieren. Dieser Selbstbau ermöglicht es ihnen, den Seitenwagen auf ihre Vorlieben, ihren Stil und ihre Fahrbedürfnisse abzustimmen, was zu wirklich individuellen Maschinen führt.

Der Selbstbau eines Seitenwagens erfordert eine Kombination aus technischem Können, Kreativität und einem Verständnis für die Anforderungen des Trial-Sports. Sie berücksichtigen sorgfältig Faktoren wie Gewichtsverteilung, Stabilität und Manövrierfähigkeit, um sicherzustellen, dass der Seitenwagen im anspruchsvollen Trial-Gelände optimal funktioniert. 

Eine der wichtigsten Überlegungen beim Selbstbau eines Seitenwagens ist die Wahl der Materialien. Je nach den spezifischen Anforderungen und Fähigkeiten des Fahrers können verschiedene Materialien wie Stahl, Aluminium oder Verbundwerkstoffe verwendet werden. Der Bauprozess umfasst das Formen und Schweißen des Rahmens, das Entwerfen und Herstellen der Seitenwagenkarosserie sowie die Integration von Federungs- und Befestigungssystemen.

Beim Selbstbau eines Seitenwagens für den Trial-Sport ist die Liebe zum Detail entscheidend. Die Fahrer konzentrieren sich auf Faktoren wie die Position des Seitenwagenrads im Verhältnis zum Motorrad, die Einstellung der Aufhängung und die Gewährleistung der richtigen Gewichtsverteilung für ein besseres Handling. Sie können auch einstellbare Komponenten einbauen, um die Leistung des Seitenwagens auf unterschiedliche Geländebedingungen abzustimmen.

Selbstgebaute Gespanne ermöglichen oft individuelle Anpassungen und Innovationen. Die Fahrer können mit verschiedenen Designs experimentieren, z. B. mit flachen Seitenwagen für mehr Stabilität oder schmalen Seitenwagen für bessere Manövrierfähigkeit in engen Abschnitten. Sie können auch Merkmale wie verstärkte Kufenplatten, zusätzliche Staufächer oder spezielle Anbauteile hinzufügen (Bremse des Rades, verstellbare Federung), um die für ihre Bedürfnisse erforderliche Ausrüstung zu transportieren.

Selbstgebaute Beiwagen vermitteln zwar ein Gefühl von Leistung und Einzigartigkeit, aber es ist wichtig sicherzustellen, dass sie den Sicherheitsstandards und Vorschriften der Motorsportbehörden entsprechen. Die Fahrer sollten die strukturelle Integrität, die Bremssysteme und die allgemeinen Sicherheitsmerkmale nach DMV ihrer selbstgebauten Seitenwagen sorgfältig prüfen, bevor sie an offiziellen Trial-Veranstaltungen teilnehmen.

Selbstgebaute Gespanne verleihen dem Trialsport ein Element der Individualität und Kreativität. Sie zeigen das Engagement, die Leidenschaft und das handwerkliche Können von Fahrern, die in diesem aufregenden Motorsport die Grenzen des Möglichen ausloten wollen. Ob es nun die Freude ist, eine selbst konstruierte Maschine zu fahren, oder die Befriedigung, wenn die eigene Kreation in Wettbewerben einwandfrei funktioniert, selbst gebaute Seitenwagen tragen zweifellos zur Vielfalt der Trial-Sportgemeinschaft bei.